Folgendes Vorgehen wird empfohlen:

  • Die Dauer bis zum Bemerken und Korrigieren von Fehlern nimmt deutlich zu.
  • Gewohnte Arbeitsleistungen sind nur noch phasenweise möglich.
  • Entscheidungskriterien wechseln. Man wird für Alternativen zugänglicher.
  • Ziele ändern sich. Suchen rascher Lösungen. Nahe Ziele dominieren.
  • Unachtsamkeit bei Tätigkeiten. Übersehen von Details.
  • Fehlerhäufigkeit nimmt zu.
  • Tätigkeiten zu beginnen, fällt schwer.
  • Nachkontrollieren von Tätigkeiten nimmt zu.
  • Meinungsbildung erfolgt zu schnell, gefolgt von starrem daran festhalten.
  • Entscheidung zu treffen, fällt schwerer.
  • Langsameres Arbeiten, um sicher zu gehen, dass alles korrekt ist.
  • Gleichgültigkeit gegenüber eigenen Fehlern nimmt zu.

Arbeitsstörungen zu bemerken, hilft, fällige Pausen einzuleiten.

Beispiel 1 – von Arbeitsstörungen im Alltag

Er las den Text der E-Mail nun schon zum dritten Mal und fand immer noch Rechtschreibfehler (Fehlerhäufigkeit nimmt zu. Dauer bis zum Bemerken und Korrigieren von Fehlern nimmt deutlich zu). Das kostete ihn wertvolle Zeit. Er musste noch einen ausführlichen Bericht schreiben. Ein vorläufiger Kurzbericht musste reichen. Hoffentlich würde niemand nachfragen (Ziele ändern sich. Suchen rascher Lösungen. Nahe Ziele dominieren). Er bemerkte deutliche Konzentrationsprobleme (Gewohnte Arbeitsleistungen sind nur noch phasenweise möglich) und er hatte Mühe, sein gewohntes Arbeitstempo beizubehalten (Tätigkeiten zu beginnen, fällt schwer).

Praktische Anwendung

Arbeitsstörungen sind in der Regel Folge einer geistigen Ermüdung und Erschöpfung. Das Durchführen von Pausen in2b® fördert die zeitnahe geistige Erholung.

Beispiel 2 – von Arbeitsstörungen im Alltag

Der Kunde beschwerte sich am Telefon darüber, dass Ware fehlte. Tatsächlich hatte sie vergessen, ein Produkt mitzuliefern. Aber aufgrund der bestehenden Menge an Arbeit nahm sie sich solche Art von Beschwerden nicht mehr zu Herzen (Gleichgültigkeit gegenüber eigenen Fehlern nimmt zu). Sie bemerkte bei sich eine schleichende Verunsicherung darüber, ob sie alles korrekt bearbeitete und kontrollierte lieber noch einmal nach (langsameres Arbeiten, um sicher zu gehen, dass alles korrekt ist. Nachkontrollieren von Tätigkeiten nimmt zu).

Praktische Anwendung

Eine „richtige Pause“ zu machen heißt, etwas zu tun, dass schnell umsetzbar ist und die geistige Wachheit fördert. Verwenden Sie dazu Pausen in2b®.

Probieren Sie es aus!

PIRKA wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Anwendung.

Literatur

Franke, G.H. (2002). Symptom-Checkliste SCL-90-R von L.R. Derogatis. Beltz. Göttingen.

Frankenhaeuser, M. (1981). Coping with Stress at Work. International Journal of Health Services. Volume 11, Number 4, 491-510.

Schmidtke, H. (1981). Lehrbuch der Ergonomie. 2. Auflage. Hanser. München.